Der
Bafa See war ursprünglich eine Meeresbucht und gehörte in der griechisch-röm.schen
Zeit zum Golg von Lade. Durch Ablagerungen des Flusses Meander wurde er etwa im
4.Jh.n.Chr. vom offenen Meer abgetrennt und wurde zu einem Binnensee.
LATMOS-HERAKLEIA
Heraklia oder Latmos, wie die Stadt ursprünglich hiess, liegt am Fusse des
1375 m. hohen Berges Latmos, der auch "Beþparmak" Fünf Finger Berg genannt,
wegen des gezackten Grats auf dem Gipfel.
Latmos war eine karische Stadt,
die auch dann ihre karische Bindung nicht verlor, als Mausolos im Zuge seiner
Gräzisierungspolitik im 4.Jh.v.Chr., als ein neues, grösseres und griechisches
Latmos etwas westlich der Stadt gründete und ihm den Namen Herakleia gab. Der
Niedergang der Stadt bagenn mit der Versandung der Meeresbucht (Golf von Lade)
zum Bafa See. Man versteht gut, warum sich Legenden um die wilde, zerklüftete,
ausserordentliche eindrucksvolle Berglandschaft des Latmos ranken. Hier soll die
Mondgöttin Selene ihren Geliebten Endymion in einer Höhle im ewigen Schlaf gehalten
haben, um ihm den Tod zu ersparen. Der
Berg Latmos verlor seinen mystischen Charakter auch während der byzantinischer
Zeit nicht : Seit dem 7.Jh.n.Chr. siedelten christliche Mönche und Einsiedler
in Klöstern und auf den Inseln des Bafa Sees. So wie sich die christlichen Kappadoker
in die Klöster und Felswohnungeng der Göreme u.a. Täler zurückzogen, so fand die
Bevölkerung an diesem Teil der ägäischen Küste vor arabischen Seeräubern und Seestreitkräften
Zuflucht in der Abgeschiedenheit des Latmos.
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